Aktuelles So geht’s: Verschaffen Sie sich einen Überblick über Ihr Immobilienportfolio

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In der Schweiz gibt es etwa 1,8 Mio. Gebäude (Stand 2024). Etwa 60 Prozent der Bestandsgebäude stammen aus der Zeit vor 1980 – gut 1,1 Millionen Häuser weisen entsprechend einen Investitionsbedarf auf (Quelle: Bundesamt für Statistik).

Als öffentliche Eigentümer mit Vorreiterrolle müssen Sie entscheiden, wie und wann Sie Ihre vor 1980 erbauten Gebäude sanieren. Damit solche weitreichenden Entscheide getroffen werden können, müssen belastbare Grundlagen erarbeitet werden.



Wer die richtigen Entscheide für sein Immobilienportfolio treffen will, braucht zuerst einen klaren Überblick. Deshalb steht in dieser Ausgabe der zweite Schritt im Fokus: die Analyse der Ausgangslage und die Identifikation des konkreten Handlungsbedarfs.

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Was gehört alles zu Ihrem Portfolio?

Als Erstes muss eine Auslegeordnung gemacht werden: Dazu stellt sich zunächst die Frage, ob alle wesentlichen Informationen zu den Gebäuden vollständig vorliegen, also ob Baujahr, Nutzungsart und wichtige Kennzahlen, wie z. B. Volumen, Versicherungswert und Flächenkennzahlen, bekannt sind. Ebenso wichtig ist zu wissen, wie aktuell und zuverlässig die Daten sind und wo sie in welchen Datenbanken oder Systemen abgelegt sind.

Neben den Gebäuden müssen auch die dazugehörigen Grundstücke und deren Umgebung in die Betrachtung einbezogen werden.



Wie ist der Zustand der Gebäude in Ihrem Portfolio?

Nur wer den Zustand seiner Gebäude kennt, kann Sanierungen rechtzeitig planen und unerwartete Kosten vermeiden. Daher ist es wichtig, den baulichen Zustand der Bausubstanz sowie die Energieeffizienz der Immobilien zu kennen. Daraus lässt sich die restliche Lebensdauer der Bauteile ableiten.
Neben den rein baulichen Aspekten sollten auch weitere aktuelle Themen berücksichtigt werden, wie Schadstoffbelastungen, Hindernisfreiheit, Erdbebensicherheit, Denkmalschutz, Brandschutz und verschiedene weitere Sicherheitsaspekte. 
 
Um eine ganzheitliche Ausgangslage zu erhalten, gehört auch die Erfassung der Nutzerbedürfnisse dazu, wie z. B. Erreichbarkeit, Flächenbedarf, Standort und Raumklima.



Mit welchem Erneuerungsbedarf müssen Sie rechnen?

Um Sanierungen zielführend zu planen, ist entscheidend zu wissen, wie hoch der durchschnittliche Sanierungs- und Erneuerungsbedarf für das gesamte Immobilienportfolio sowie für jedes einzelne Gebäude ist. Der grundsätzliche Bedarf ergibt sich dabei aus den Restlebensdauern der einzelnen Bauteile, welche bei der Zustandsbeurteilung erhoben wurden.
Ein Vergleich zwischen den heutigen Bauausgaben für Gebäude und dem ermittelten Sanierungs- und Erneuerungsbedarf zeigt auf, ob es einen Rückstand gibt. Gibt es zudem Gebäude, die durch wiederkehrende Probleme auffallen und dadurch hohe Unterhaltskosten verursachen?

Die Analyse hilft dabei, dringenden Handlungsbedarf frühzeitig zu erkennen, Prioritäten richtig zu setzen und die zukünftigen Instandsetzungskosten besser einzuschätzen: kurz-, mittel- und langfristig.

Je klarer der Überblick über den Erneuerungsbedarf ist, desto planbarer, wirtschaftlicher und nachhaltiger werden zukünftige Entscheide.

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